Review: Making * Lovers

Making * Lovers wurde am 24.11.2017 in Japan von Smee veröffentlicht, die englische Version wurde von NekoNyan veröffentlicht und erschien am 03.04.2020.

Story

Protagonist Kazuma hält sich mit merkwürdigen aber gut bezahlten Aushilfsjobs über Wasser, nachdem er seinen ersten Job in einem Ausbeuterbetrieb gekündigt hat. Von Familie und Freunden gedrängt endlich mal eine Freundin zu finden, lässt er sich von seinem besten Kumpel dazu überreden bei einem Gruppen-Blind Date (Mixer) aufzukreuzen. Ein paar Wendungen später wartet eine schicksalhafte Begegnung auf ihn.

Charaktere:

Kazuma Takanashi

Protagonist. Feigling, Großmaul, Romantiker und Perversling. Hat einen Schwesterkomplex. Er lehnt jede Form „modernen“ Datings ab und wartet auf die schicksalhafte Begegnung mit seiner großen Liebe.
Stiefschwester. Gibt sich vor Freunden und Familie kindisch, ist aber die erwachsenste in der Familie (was nicht besonders schwer ist). Hat den passenden Bruderkomplex zu Kazumas Schwesterkomplex.

Ako Takanashi

Karen Kitaooji

Bekannte aus Unitagen. Nicht sehr gut auf Kazuma zu sprechen. Gibt sich unhöflich und schroff, versucht jedoch nur ihre eigene Unsicherheit zu verbergen.
Mädchen von Nebenan. Arbeitet im Restaurantboot Leviathan. Hobbies sind TV und Videospiele. Eigenbrödlerin.

Mashiro Tsukino

Saki Naruse

Wetterfee. Kommt aus einer karriereorientierten Familie und lebt für ihre Arbeit. Will selbstständig sein, aber ihre Familie lässt sie nicht. Naiv.
Schülerin und Model. Kindisch und erwachsen zugleich. Sie ist fleißig, wenn es um ihren Job geht, lässt sich ansonsten aber gehen.

Reina Kanome

 

Gameplay

Neben den üblichen Funktionen einer VN bietet M*L dem Spieler die Möglichkeit auf Dates zu gehen. An bestimmten Stellen einer Route bietet sich die Möglichkeit ein Date zu planen. Der Spieler bestimmt dann wo dieses Date stattfindet, mit teilweise sehr komischem Ausgang. Vor dem Date hat man die Möglichkeit das Mädchen auszuhorchen, worauf sie denn Lust hätte. Danach kann man Orte für den Nachmittag und Abend aussuchen. Ein gelungenes Date kann außerhalb der All-Ages Version schon manchmal zu einer H-Szene führen.

Ero

Trotz der vor Innuendo überquellenden Dialoge ist das Spiel sehr zahm. Selbst die übertriebenen Pantyshot-CGs oder Brust-in-Gesicht-CGs, die man eigentlich von einer Comedy-VN erwarten würde, sind nirgendwo zu sehen. Nichts soll von den Charakteren ablenken, und so sind auch die H-Szenen mehr Mittel zum Zweck als Zweck zum Mittel: Zahm, niedlich und unscheinbar.

Grafik & Sound

Drei Jahre sind für eine VN kein Alter und dementsprechend gut sehen Hintergründe, Charakter-Sprites und CGs auch aus. Bei den CGs wurde auf unnötige Extras wie Effekte oder unnötige Details verzichtet, was dem Gesamtton des Spiels zugute kommt.
Der Soundtrack ist stimmig und immer passend, auch wenn man bei manchen Tracks das Gefühl hat, dass sie genauso gut aus Mario Kart kommen könnten. Außerdem stößt man in der Omake-Musikbox auf diverse sehr gute Tracks, die anscheinend nur für eine bestimmte Szene benutzt wurden.

Fazit

Als absoluter Smee Fan konnte ich mir Making * Lovers natürlich nicht entgehen lassen. Entsprechend gespannt war ich dann auch, ob NekoNyan es schaffen würde dem Titel gerecht zu werden. Wer Fureraba oder einen der unübersetzten Titel gespielt hat, der weiß was einen erwartet. Und es enttäuscht absolut nicht.
Making * Lovers ist zu 100% empfehlenswert und bietet alles, was man von einem Charage (Charakter Game) erwarten würde. Der Humor ist zum totlachen, wenn auch durch NekoNyans Lokalisation eine Spur vulgärer als nötig.
Smee sind Meister der Situationskomik und schaffen es jede Situation in einen Lacher zu verwandeln, ohne dass es erzwungen wirkt. Und auch außerhalb der lustigen Momente schafft es Smee die Charaktere auf ihre tollpatschige und naive Art zu wirklichem Leben zu erwecken. So überdreht und realitätsfern die Charaktere sich auch verhalten, man hat stets das Gefühl, dass man die eine oder andere Reaktion schon mal genau so im echten Leben gesehen haben könnte. Wieder einmal schafft es Smee auf dem schmalen Grad zwischen Realität und Fiktion nicht nur zu balancieren, sondern im Handstand zu jonglieren.

Wer aber auf ernstere Handlungen oder düsterere Thematiken steht, der ist sollte Making * Lovers meiden, für alle anderen bietet es eine Überdosis an Wohlfühlmomenten, Gags und genereller Überzuckerung.

 

Autor: Kuma

Ein diabolisches Wesen, das Geschichten verschlingt wie andere Luft zum Atmen. Niemand weiß, Wer oder Was Kuma war, bevor er aus dem Wald ausbrach und sich in die Zivilisation stürzte, aber nun ist er hier und er ist gekommen um zu bleiben. Nichts ist vor ihm sicher. Kein Eroge, keine Visual Novel hält diesen Bären davon ab unaufhörlich weiter und weiter zu lesen. In seiner Sucht sind ihm schon unzählige Spiele zum Opfer gefallen. Und es werden stündlich mehr...