Meine Dekonstruktion des Publishers: SakuraGame #DownWithSakuraGame

Gute Lokalisierungen sind schwer, das wissen wir alle. Firmen wie JAST USA, MangaGamer, Frontwing und neuerdings auch KaguraGames oder Fruitbat Factory zeigen uns immer und immer wieder, wie gut man dieses Konzept im Westen anwenden kann. Sie verwenden professionelle, wirklich jahrelang geprüfte Übersetzer, die zwar hin und wieder mal ein paar Patzer zu verantworten haben, die aber nicht so gravierend sind. All dies sind verzeihliche Fehler in einer Welle von Lokalisierungen, die momentan die besten auf dem Markt darstellen. Dann gibt es SekaiProject, die zwar auch viele Spiele lokalisieren und es auch schaffen, aber Kickstarter ohne Ende zur Hilfe ziehen und des öfteren große Fehler einbauen, die den Spielgenuss unmöglich machen könnten. Als nächstes könnte man jeden anderen Publisher, egal wie klein er ist, platzieren, da diese wenigstens in der Lage sind sich Mühe zu geben und zumindest versuchen etwas ordentliches auf die Beine zu stellen. Dann, ganz am untersten Ende der Kette, befindet sich eine unerwartet gigantische Publisherfirma namens „SakuraGame„.

SakuraGame hat in der Vergangenheit schon eine Menge Kontroversen befeuert mit unethischen, kundenunfreundlichen und bis hin zu illegalen Praktiken. Die größte Sünde, die sie aber dauerhaft an den Tag legen und wofür sie jedes Mal kritisiert werden, ist die Veröffentlichung von beleidigend schlechten Maschinenübersetzungen, die nach eigener Aussage keine Maschinenübersetzungen seien, aber es dennoch schaffen jede Maschinenübersetzung in den Schatten zu stellen, und das nicht im Positiven.
Außerdem gibt es noch viele andere Vergehen, wie die Dumping-Preise und Lokalisierungspraktiken beim Beschaffen von Lizenzen, Diebstahl von Assets und noch vieles mehr. Alle dies steht zur Anklage und werde ich in Folge mit diversen Quellen näher beleuchten. Dies ist natürlich nur eine Meinung, die auf anderen Meinungen der genutzten Quellen basiert, aber man kann mir hier Glaube schenken, dass diese Praktiken so auch wirklich stattfinden – wir sehen es immer wieder.

Und langsam reicht es uns!

Disclaimer: Dieser Artikel benutzt Informationen und Übersetzungen aus den verlinkten Quellen und basiert zu großen Teilen auf dem schon existierenden Englischen Artikel von Lewdgamer aus dem Jahr 2017. Mittlerweile sind aber neue Informationen dazu gekommen, weshalb man ihn als Update und Hinweis auf die schon Jahre andauernden Schäden, die SG (SakuraGame) der Visual Novel Industrie zufügt, verstehen sollte. Credit an VerdelishJP, LewdGamer und Anonymous für die grundlegenden Übersetzungen.

Um nicht allzu weit auszuholen können wir erst mal mit grundlegenden Infos zu SakuraGame anfangen. SakuraGame, „SG“ in diesem Beitrag, ist eine Firma, die für die Lokalisierung von einer Reihe zensierter Spiele, die an eine erwachsene Zielgruppe gerichtet sein sollen, verantwortlich sind. Reihe ist sogar schon zu wenig gesagt, denn mittlerweile hat SakuraGame schon 35 Spiele veröffentlicht und wie man von den Statistiken auf Steamspy sehen kann, mehr als erfolgreich. Ihre Spiele verkaufen sich in Umrechnungen bis in den 7-stelligen Bereich (Mirror) . Dadurch kann man schon jetzt annehmen, dass SG mit den Verkäufen einen riesigen Batzen Geld verdient. Doch warum gönnt man SG diesen Erfolg nicht?

Ganz einfach. Wenn man die Durchschnittspreise ihrer „Machwerke“ betrachtet, sieht man, dass keines von ihnen (mit Ausnahme des neuen Fortissimo, das gestern erschien) auch nur den Preis von 5 Dollar überschreitet. Aus Neugierde, Unverständnis oder auch anderen Emotionen heraus bringt das Leute dazu ihre Spiele zu kaufen, da sie ja „nur ein paar Euro“ kosten. Ich selbst habe mich gestern dabei erwischt wie ich Fortissimo bis zu 3 mal für nicht mal einen Euro gekauft habe, damit ich und meine Freunde über die schlimme Übersetzung lachen können – im Nachhinein schäme ich mich dafür.
Weiterhin bieten sie auch äußerst attraktive Rückgabemöglichkeiten an, wenn einem das Spiel nicht gefallen sollte. Wenn man also ein SakuraGame kauft, dann macht man das mit dem Gedanken „Ach, ich verliere doch eh nichts“. Dies ist weit gefehlt, denn bei Kauf eines ihrer Spiele unterstützt man nicht nur sie sondern auch den Untergang der Visual Novel Szene.

Ihr denkt jetzt bestimmt ich überdramatisiere, aber das werde ich im Laufe dieses Essays noch erläutern.

Wo kommt SakuraGame eigentlich her und wer sind sie?

SakuraGame ist ein chinesisches Studio und während ich jetzt nicht vor habe Öl ins Feuer gegen chinesische Studios zu gießen, repräsentieren sie die gesamte Industrie, die aus China kommt, in den Augen der VN-Spieler. Der Artikel von LewdGamer, auf den ich mich beziehe, bezieht sich ursprünglich auf einen anderen Artikel von ChuApp, der genau wie ich, schon SG ins Zentrum der Kritik werfen wollte. SG entstand irgendwann um 2016 herum mit der Veröffentlichung ihrer ersten Spiele „Super Star“ und „Dragon Knight„. So uninspiriert diese Titel auch klingen mögen, so sind sie nach der Meinung des ChuApp Artikels gestohlene, oder zumindest nicht originale Spiele. Die Grundlage für diese Spiele sind wohl andere gewesen. Doch aus den Informationen, die man dadurch erhielt, konnte man darauf schließen, dass SG als eine Firma namens „Chengdu Ai-Shan Technology Limited 电脑商情报游戏天地 im Jahre 2014 angefangen hatte. Ursprünglich war diese Firma aber auch nicht erfolgreich, weshalb sie unter dem Namen „Blue Sky“ ordentliche Zuschüsse vom chinesischen Staat erhalten konnten. So wurde Chengdu Ai-Shan schnell zum Marktführer für Chinesische Mobile-Games aus der Region. Wie ChuApp noch beleuchtet, ist mittlerweile die chinesische Stadt Chengdu zu einem Hafen für Game Development Studios geworden… na herzlichen Glückwunsch, das macht es aber nicht besser, denn alles was diese angesammelte Studiofront tat, war es, andere Spiele zu kopieren, Assets zu stehlen und nichts Individuelles zu produzieren – kurzum, wie man es nach Schema F von China erwartet. Dadurch schaltete dann der Staat den finanziellen Support für die meisten zurück und viele Studios mussten ihre Türen alsbald schon schließen. Ob SG davon betroffen war – dazu gibt es keine Beweise.

Wenn wir die Anfänge beleuchten, dann sehen wir schon an SG erstem Spiel, dass sie bis heute nicht aus ihren Fehlern gelernt haben oder einfach per se unfähig sind aus ihren Fehlern zu lernen. Und das Development, was SG bis heute an den Tag legt ist gleich null, weil jedes einzelne ihrer Spiele voll mit Kontroversen, schlechter Praxis oder/und Maschinenübersetzung ist – eine Beleidigung für jeden Spieler. Doch anstatt nur über sie zu sprechen, beäugen wir doch mal einfach ihr erstes Spiel „Super Star„, ein Dating-Sim mit verschiedenen Jobrouten, welches so unglaublich schlecht ist, dass es schon nach Release multiple, beleidigende Kritik erhalten hat darüber wie viele Bugs es hat und wie schlecht die Übersetzung ist. Manchmal kann man diese Übersetzungen gar erst nicht verstehen, was dazu führt, dass die Immersion bricht.

Ich werde im Laufe dieses Posts so viel Content heraussuchen, wie ich finden kann um zu beschreiben wie SCHLECHT SakuraGame übersetzt. Darüber hinaus konnte auch zurückverfolgt werden, dass die Zeichnungen von Konamis viel berühmteren Dating-Sim Titel „Love Plus“ abgezeichnet sind und auch copyrightgeschützte Materialien in dem Spiel zuhauf verwendet werden. Sichtlich ohne die Einstimmungen des Developers ist das, das erste große Vergehen, was SG sich geleistet hat. Ich betone nochmal, dass das ihr erstes kommerzielles Spiel nach dem Niedergang von Chengdu war.

Hier zu SG GreenLight Daten
Hier zu SG’s vndb Library (Viele Titel fehlen)
Hier zu SG’s Steam Kurator Seite

Um nun die Kritik zu ihren Spielen zu umgehen hat es sich SakuraGame zu einer natürlichen Praktik gemacht, einfach den Kaufpreis des Spiels auf ein Minimum herunterzuschrauben, und wenn man den Preisen auf Steam folgt, dann sieht man, dass dies bisher für jeden einzelnen Titel, den sie jemals auf die Plattform gebracht haben passiert ist. Das spricht natürlich immens für SakuraGame…nicht wahr? Das große Problem was sich nun hierbei herausbildet ist, dass es die Chinesen, die das Hauptpublikum der Veröffentlichungen von SG sind, nicht wirklich tangiert, wenn Assets gestohlen werden oder wenn Copyright verletzt wird. Dieser traurige Umstand führt dazu, dass SakuraGame heute noch ganz fest steht und in der Lage sein wird, den Markt zu ruinieren, wenn man sie nicht aufhält. Die Chinesische Front ist größtenteils damit zufrieden, wenn der Preis von kontroversen Spielen gesenkt wird und SG schafft es dadurch mehr als nur Land zu gewinnen. Sie machen Unmengen an Geld mit geklauten Spielen, die sie zu Dumping-Preisen verscherbeln. Ein Umstand der den Markt umgekrempelt hatte. Selbst trotz ihrer Schrottreleases, kaufen die Leute die Titel immer noch – selbst wenn es nicht die Westler täten, würden die chinesischen Sales reichen um SGs Praktiken sehr lukrativ zu machen. Super Star wurde also nicht vom Markt genommen – und so auch die nachfolgenden Titel nicht. Das wird ein Muster, was sich durch die ganze Geschichte zieht.

Im Mai 2017 hat sich dann der Developer „Soviet Games“ beschwert, dass Super Star die Hintergründe und Assets ihres eigenen Spiels „Everlasting Summer“ verwendet und SG weder danach gefragt, noch irgendwo Einverständnis bekommen haben. Das schlimme daran ist, dass SG ihre Spiele verkaufen, somit einen Haufen Geld auf dem Nacken anderer Leute machen. Interessanterweise hat SakuraGame hier zum ersten Mal wirklich eingeknickt und die Assets, die in Frage standen, entfernt. Später kam dann ein anderer Developer von SG’s Seite namens „Shippou“ der dann erklärte, dass die Zeichnungen wohl kommissioniert waren und erst später davon in Kenntnis gesetzt wurde, dass diese von anderen Leuten stammen. Dies begründet auch eine Ära der pathologischen Lügen, die SG/Blue Sky ständig von sich geben, leider sind diese nicht verifizierbar und somit legal unschlüssig. Dadurch kommt SG schon des öfteren mit geklautem Material davon. SakuraGame ist in der Richtung auch sehr geheimniskrämerisch, weil man sich nie sicher sein kann, wer jetzt ein wirklicher repräsentativer Sprecher oder wer ein gekaufter Propagandaheini sein soll. Weder LewdGamer noch ChuApp hat Informationen zu diesen Dingen, weshalb man nur spekulieren kann. Mittlerweile gibt es diverse alte Twitteraccounts und Kontaktdaten von SakuraGame nicht mal mehr, weshalb das Kontaktieren nahezu unmöglich ist.

Die Businesspraktik:

SakuraGame ist eine Firma, die durch ihre extremen Maßnahmen so viel Geld scheffelt, dass sie es sich leisten können lächerliche Lizenzen von low-class Games zu horrenden Summen zu kaufen. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass sie manche Lizenzen für 6-stellige Beträge kaufen wollen. Dies hat nur einen Grund, sich die Lizenzen zu sichern, bevor es andere Firmen tun. SG sammelt mehr und mehr Lizenzen, die andere größere Publisher wie JAST oder NekoNyan wollen, und bietet den Developern massiv Geld, damit sie ihre Spiele „lokalisieren“ können. Lokalisierung kann man es nicht wirklich nennen jedoch, da SG mit den absolut niederträchtig, schlechtesten Übersetzungen daherkommt, die man sich überhaupt vorstellen kann. Japanische Developer haben aber keinerlei Ahnung vom westlichen Markt, dem Kundenverhalten und noch vielen anderen Dingen, weshalb sie natürlich auf den Meistbietenden aufspringen. Und genau damit haben sie dann den Salat, denn SakuraGame bringt ihren Spielen sehr fragwürdige Reputation und könnte sogar dafür sorgen, dass die Entwickler die Spiele gar nicht mehr in den Westen bringen wollen. Das ist eine Möglichkeit, wie SG den Markt zerstören könnte, aber es gibt noch mehr. Hier gibt es einen Japanischen Beitrag, der sehr wichtig ist um das alles nachzuvollziehen.

Beispiele für Kontaktaufnahme durch SakuraGame:

 

Hi, SakuraGame is a video game developer/publisher, and would like to receive the rights to sell your game overseas. We would be willing to pay up to $30,000 for the rights.

Contact: lan_hang@163.com

Hi Another Story, we are a video game developer/publisher. We are very interested in your game, and would like to buy the rights to publish outside Japan. Our company was built in 2006, and we have a lot of international sales experience. We also began selling our own game in 2016 on Steam. We’d like to begin selling Japanese indie games internationally on Steam starting this year as well. We believe our sales records are quite good, and have received good reviews from our currently partnered companies as well. Below is a link to the public sales figures of our company:

http://steamspy.com/dev/SakuraGame

oder…

Our testers play Japanese indie games all day long, and among them we’ve found your game to be fantastic. I was shocked at the quality of it. Our company would like very much to open up Japanese indie games to other countries, with the help of the developer, and we believe we have a good record of previous attempts to do so. If you’re interested, please contact us. We await your response. Thank you very much!

Here is our publisher site:

http://store.steampowered.com/search/?publisher=SakuraGame

Eine weitere Businesspraktik dieser Firma ist es wohl die Lokalisierungskosten so niedrig zu halten, dass sie sich die riesigen Lizenzkosten besser leisten können.

Dazu gehören Probleme wie:

  • Sie lassen eine Maschinenübersetzung über ihre Spiele laufen
  • Sie schaffen es jedes Spiel voll mit Bugs und Glitches zu haben, bis zu dem Punkt, dass manche Routen gar nicht betretbar sind (Schlechte bis keine QC/Bugfixer)
  • Sie behaupten, dass ihre Spiele von Professionals getestet wurden, die schon viele Japanische Spiele gespielt hätten
  • Die Maschinenübersetzung, die sie verwenden hinterlässt ihre Spiele in einem kaputten Zustand
  • Sie machen illegales Glücksspiel, bei den Releases mit den Spielern, die ihre Spiele zu dem Zeitpunkt kaufen (Gegen Steam Regelungen)
  • Die Spiele crashen und sind voll mit Fehlern, fehlenden Optionen und die Storys ergeben aufgrund der Übersetzung keinen Sinn mehr.
  • Wahrscheinlich haben sie auch kein Supportteam oder Beta-Tester.
  • Memoryleaks und bleibende Schäden für die Spieler
  • Sie veröffentlichen Spiele bevor die Lizenzen überhaupt erst durch sind (New Glass)

Seit seiner Existenz hat SakuraGame schon über 30 Spiele veröffentlicht, die alle dieselben Probleme aufweisen und irgendwann aus dem Laden entfernt werden müssten – oft genug passiert dies aber gar nicht erst und sie senken nur den Preis. Das Problem ist, dass dies dazu führt, dass sie immer noch genügend Umsatz machen um ihr Business weiter am Laufen zu halten. Poltroon auf unserem Discord Server sagte dazu folgendes aus einem Scherz hinaus:


So traurig wie Poltroons Witz klingen mag, es ist wahr. Die japanischen Entwickler haben nur wenige Möglichkeiten die wahnsinnige Businesstaktik von SakuraGame abzulehnen. Die Industrie in Japan für Visual Novel und Eroge sind leider nicht mehr das, was sie mal waren und deshalb müssen Developer Ausschau nach Möglichkeiten halten um im Markt zu bleiben. Aus diesem Stand heraus sind die krassen Gebote von SG nicht nur verlockend, sondern helfen auch der Industrie, obwohl wir das einfach verabscheuen müssen. Aus dieser Zwickmühle kommen nur wenige Developer heraus, denn die Frage ist „Will ich das schnelle Geld?“ oder „Ist mir der gute Ruf wichtiger?“ Das Letzte ist dann nur etwas was der Firma SakuraGame selbst schadet, weil die Spiele an sich, ja nicht schlecht sind. Das macht viele Entwickler sehr blind dem gegenüber was überhaupt abläuft, wie SG mit ihrem Spiel umgeht und wie es im Westen ankommt. Sichtlich kommt es schlecht an. Wenn wir uns SakuraGames Landing Page für Developer und Studios anschauen, dann lockt man weiterhin einfach nur mit hohen Spielerzahlen und Sales, Quantität über Qualität at its finest.

Kontroversen:

Zuerst sollte man anmerken, dass viele dieser Punkte schon von einem Youtuber namens „MusicalAntiHero„, den wir auch für diesen Artikel zu Rate gezogen haben, angesprochen wurden. Dieser hat verschiedene Videos zum Thema SakuraGame gemacht und beäugt all diese kurz von mir angesprochenen Dinge viel akkurater. Schaut da definitiv rein. Da gibt es auch z.b ein Interview mit SakuraGame selbst und andere wichtige Kontroversen auf die ich nicht ganz eingehen kann. Heute.

Interview mit SakuraGame von MAH hier

Die herausstehendsten Probleme sind, dass die Spiele dauernd vor sich hin crashen, nur leicht oder gar nicht editierte Maschinenübersetzung besitzen, fehlende bis keine Qualitätskontrolle  herrscht und die Spiele nach dem Aufschrei der Leute dann für den Dumping-Preis gepublisht werden. Durch diese Probleme haben die Spiele oft komplett unverständliche Handlungen und blenden nur durch die CGs. Wenn man aber die Foren und Reviews liest, dann sind diese weitgehend positiv bewertet, weil die Leute wirklich nur interessiert ob sie Brüste sehen können oder nicht. Beim Durchgehen der Kommentare und Community Hub Beiträge ist mir das sehr negativ aufgefallen und es wirft kein gutes Licht auf die Leute, die auf Steam mit diesen Spielen angesprochen werden. Weiterhin ist auch das Problem, dass SakuraGame Spiele auch noch zusätzlich zensiert, da Pornographie in China gesetzlich nicht erlaubt ist. Das bedeutet, sie schnappen richtigen Publishern die Lizenzen weg, veröffentlichen dann zensierte Spiele, deren Text auch noch viel zu wünschen übrig lässt. SakuraGame macht wirklich in dem Sinne alles falsch was man falsch machen kann – Das müsste man überdenken.

Wie Verdelish aber in einem Tweet mal passend gesagt hatte:

„Wenn der Text Müll ist, dann ist – die ganze Erfahrung – und das Spiel auch Müll.“ Und bei diesem Statement muss man verharren.

Die japanischen Developer kriegen so zwar ihr Geld in der Masse, aber sollten doch überdenken ob sie überhaupt wollen, dass ihre Spiele zum Preis von 2 Euro im Westen erhältlich sind. Amüsanterweise kosten ihre Spiele in Japan nämlich das 30-fache und diese Diskrepanz zwischen den Versionen sollte doch zu Denken geben. Das größte Problem hier aber ist, dass SG wie ein Schwamm dient und die gesamte negative Kritik aufgrund ihrer oberflächlichen Umgangspolitik aufsaugt. In diesem Sinne kriegen nicht die Developer selbst den Schaden dafür, dass sie SakuraGame ihre Spiele und Lizenzen anbieten, sondern nur die Firma selbst und, da diese sich nicht um die allgemeine Meinung scheren, wirken sie wie ein Schutzwall. Aus diesem Grund befürchten nur wenige Entwickler, und gerade den DLSite-„Niemanden“, die unbedingt die Publicity und das Geld was SG bietet, brauchen, dass sie bleibende Schäden durch SG erleiden. Außerdem wäre zu berücksichtigen, dass SG scheinbar mit seinen Praktiken nur dem Westen komisch auffällt. In China selbst werden ihre Übersetzungen weder bemängelt, noch sollen sie so wirklich schlecht sein. Hier steht nun die Diskrepanz ob die japanischen Developer hier den Schaden im Westen in Kauf nehmen um in China selbst guten Gewinn machen. Es ist eine schwierige Situation, die man über längere Zeit beobachten müsste.

Nach den Problemen mit Super Star und ihren anderen schrecklichen Titeln, haben sie angefangen auf DLSite kleinen Developern riesige Beiträge für ihre Lizenzen zu geben und nach dieser Entwicklung sprangen sie von Development zu Development, bis sie an einer Visual Novel halt machten namens „New Glass„. Es ist anzumerken, dass SG noch bisher keine der fragwürdigen Spiele überarbeitet oder neu-übersetzt hat. Es ist also sehr naheliegend, dass entweder die Developer auch nichts davon wissen oder, dass sie sich einfach einen Dreck um den westlichen Markt scheren. Wenn letzteres der Fall ist, dann sind Artikel wie dieser hier wirklich wichtig um diesen mal die Augen zu öffnen, was SG mit ihren Spielen überhaupt anstellt und wie sehr sie den späteren Releases der Studios schaden können.

New Glass:

Vor einigen Jahren hatte der japanische Developer „t japan“ auch große Probleme mit SakuraGame denen er über Twitter auch extrem Feuer unterm Hintern gemacht hatte. SG hatte mit der weiter oben gezeigten Methode auch diesen Developer angeschrieben und ihn darum gebeten sein Spiel auf Steam veröffentlichen zu dürfen. Anstatt aber auf die Lizenzbedingungen und die Erlaubnis zu warten, hatte SG das Spiel, ohne Vertragsunterzeichnung, in den Markt gestellt. Nach dieser Situation musste SakuraGame gegen t japan einknicken und nahm das Spiel aus dem Steamshop. Dies geschah aber nicht direkt, denn SG markierte das Spiel als „Blank“ und entfernte alle Informationen darüber – wohl um Kritik zu entgehen und ein Backup zu haben, im Fall, dass t japan doch noch mit ihnen ein Geschäft abschließen würde. Dies zeigt, dass Sakuragame sich nicht wirklich um Professionalität und gängige Geschäftsbedingungen schert und höchst, gefährliche illegale Dinge macht, die sich eine westliche Firma niemals erlauben könnte, ohne auf mehrere Millionen Schadensersatz verklagt zu werden. Nur um mal in Relation zu setzen, wieviele digitale „Verbrechen“ sie eigentlich begehen. Warum können sie sich das alles leisten? Ich nehme an es liegt an dem ziemlich schlechten Rechtssystem in China, dafür müsste man aber viel zu weit ausholen, deshalb belassen wir es bei der Spekulation. Nachdem der New Glass- Fall vorbei war und t japan keine weiteren Relationen mit ihnen eingehen wollte wurden alle Tweets und Kommentare gelöscht, die mit dem Fall zu tun hatten – Dadurch ging die Erinnerung verloren, aber nicht vergessen und markiert einen weiteren Fehlschlag von SakuraGame in der kontroversen Geschichte ihrer Existenz.

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Tricolour Lovestory:

Nach einiger Zeit dann, aber noch zur Zeit an denen SakuraGame noch nicht so extrem wie heute verkaufen konnte, kamen sie dann bei richtigen, langen Visual Novels an. Da wären dann Tricolour Lovestory, Fox Hime Zero, Gazing From Beyond oder Fortissimo zu nennen. Aber ich möchte zuerst auf Tricolour Lovestory eingehen, weil dies ein Spiel ist mit so unglaublichem Potential. Bei dem Spiel stimmt alles, aber es wurde genauso von schlechter Maschinenübersetzung und extremem Dumping-Preis ruiniert. Ein ordentlicher Publisher hätte diesen Titel, in dem soviel drin steckt und welcher wirklich extrem schöne Zeichnungen und ein Skript mit mehr als einer Million Worte featured, locker für einen ordentlichen Preis von 20 bis 25 Euro verkaufen können – Aber man muss sich nun mit diesem unterpreisten Mist zufrieden geben. Das allerschlimmste ist aber, dass die Chinesen hier einen unfairen und unmoralischen Preisvorteil erlangen. Sie können sich dieses Spiel kaufen und haben trotz des Dumpingpreises keine wirklichen Abstriche, während wir im Westen darunter leiden müssen. Das sollte meiner Meinung nach mehr als illegal sein.

Gutes Spiel, aber komplett ruiniert durch SakuraGames Praktiken.

Dies bringt mich übrigens zu einem weiteren Kritikpunkt von SakuraGame, den man annehmen aber nur schwerlich beweisen kann. Es ist sicherlich kein offenes Geheimnis, dass Developer sich Reviews faken oder sogar Reviews kaufen. Es gibt diverse Seiten, die das gegen Geld machen, aber bei diesen Spielen ist es aufgrund der schieren Menge schon offensichtlich. Diese Sache zieht sich durch alle Spiele von SakuraGame und ist eine sehr blatante Marketingmasche um Hype und positives über ihr Spiel zu generieren. Der Userscore mancher Spiele ist so hoch, z.b Mirror hat 95%! Und Mirror ist nur ein Candycrush Ableger mit einer Fülle Gore und BDSM. Kann man das wirklich, auch mit der mit Weebs und Otaku gefüllten Spieleszene auf Steam so hinnehmen? Nein. Es liegt nahe, dass diese Reviews gekauft sind.

Mirror:

Ein neuer Titel über den ich erst kürzlich herausgefunden habe und der ein großes Beispiel für alles ist, was ich bisher aufgezählt habe. Er gibt aber auch eine völlig neue Komponente preis und das ist „Falsches Bewerben“ von Spielen. Wenn man den Reviews und den Foren glauben schenken mag, dann ist Mirror ein Puzzlegame mit weitaus böserem Content als den, den es anpreist. Das Spiel ist ein Puzzle Game á la Candy Crush und wenn man weiter spielt erhält man ein paar sexuelle Szenen, die sich dann immer weiter steigern. Wenn es nur so wäre, dann wäre es ja gut. Das Spiel preist sich auf Steam selbst an mit „Cute“, „Sexual Content“ und „Nudity“ aber wenn man weiter spielt, dann findet man weitaus verstörenderen Content. Dazu gehören: „Nekrophilie, Zoophilie, Sexualisierte Geburtsszenen und Vergewaltigungen“- Content den man sich vielleicht in den schlimmsten Lilith, Black Cyc oder Clock Up-Spielen vorstellen kann, aber nicht in einem Puzzlespiel für 1.99. All diese verstörenden Sachen sind nichtmal hinter einem Filter für 18-Jährige gewesen anfangs, sondern das musste erst später implementiert werden. Nichts von dem ist außerdem gekennzeichnet, weder mit einem „Genre Shift“ oder einem „Gore“ Tag, deshalb kann man davon ausgehen, dass Steam da mit von der Partie ist und solche Spiele aufgrund dessen wie es sich verkauft nicht aus dem Laden nehmen. Bekannten zufolge, haben sie es nämlich schon oft genug gemeldet, aber passiert ist da immer noch nichts.

Schaut euch einfach die negativen Reviews, die wahrscheinlich nicht gekauft sind, an und ihr seht es.

Hier sieht man auch wieder wie unglaublich gekauft und falsch die Reviews sind, weil man scheinbar nur den negativen Reviews auch Glauben schenken kann. Die positiven sind alle voll mit falschen Lobhuldigungen und ich bin mir mehr als sicher, dass wir nicht so viele Leute ohne Moral oder Anxiety haben, wenn es um solch verstörenden Content geht. Leider kann man es nicht beweisen, aber es ist äußerst wahrscheinlich. Sowas sollte nicht auf Steam sein, auch wenn ich selbst Sexual Content ok finde.

Finanzieller Erfolg

Leider muss man anmerken, dass SakuraGame mit ihren Maschen und ihren Intrigen dennoch finanziell extrem erfolgreich ist und wahrscheinlich die reichste Firma auf dem Markt ist. Leider baut sie ihr Vermögen auf unmoralischen und schädlichen Praktiken auf, die nicht nur den Developern sondern dem gesamten Erogemarkt im Westen schaden. Leider sind sie von DLSite Games und kleinen Spielen schon lange abgestiegen und ruinieren jetzt richtige Visual Novel. Man kann locker schätzen, dass diese Firma mehrere Millionen alleine durch Sales gemacht hat und sich potentiell alle Lizenzen, die sie wollen, kaufen könnten. Dies wird dadurch bewiesen, dass mir schon ein paar Firmen mitgeteilt hatten, dass ihnen Lizenzen vor den Augen weggenommen werden, die sie schon lange im Auge hatten. Alleine Mirror und Tricolor Lovestory vermarkten sich unglaublich gut und SakuraGame gibt auf Twitter immer wieder mit 6-stelligen Verkaufszahlen an. Alles Zahlen, die daraus entstehen, dass sie Spiele veröffentlichen die sich Leute nur aus Protest kaufen, massiv für die Gamekey-Mafia Nutzen finden oder Leute, die einfach kaufen weil sie denken, dass man bei den Spielen nichts falsches machen könnte. Kurzer Wakeup-Call: Ihr supportet einen kriminellen Industriezweig mit eurem Kleingeld – Lasst es!

Somit komme ich auch zu den neuesten Problemen mit SakuraGame und diese sind wirklich aufreibend, weil sie sich an langerwarteten Titeln wie Fortissimo vergreifen.

Fortissimo: FA

In letzter Zeit haben wir westlichen Visual Novel Enthusiasten mit vielen Problemen zu kämpfen, zuerst schafft es Hobibox nicht ein ordentliches Release zu Your Diary+ zu veröffentlichen und wirft sich ins Zentrum der Kritik, Developer schaffen mit ihren Games auch eine regelrechte Shitshow, Sekai feuert Leute und SakuraGame kündigte an, dass sie sich dem überkrassen Chuunige, was selbst FSN in den Schatten stellt von der Übertreibung her, Fortissimo EXS//Akkord: Nächste Phase annehmen. Die gesamte Industrie hat einmal laut geseufzt, als sie vor Monaten sahen, dass SG dieses Spiel in ihre Finger bekommen hat. Doch nach den letzten Spielen, die ich jetzt übersprungen habe z.b Fox hime Zero war eine winzige, kleine Hoffnung da, dass SakuraGame in diesem Fall etwas von Wert veröffentlichen würden. Doch das war weit gefehlt…

In dieser ausführlichen Beschreibung der Probleme Fortissimos berufe ich mich auf die Tweets von VerdelishJP, Doddler und Merumeruchan, die auf Twitter ihrem Ärger über dieses Release schon genügend Luft gemacht haben. Und ich muss mich selbst, als Chuunige-Enthusiast auch mal immens aufregen.

Die Übersetzung von Fortissimo ist, wie erwartet, unterster Untermüll und obwohl sie mit Fox Hime schon Fortschritte gemacht haben, so machen sie hier wieder einen Rückschritt. Es gibt Übersetzungen wie „Onii-chan (Brother)“ und Sätze, die absolut keinen Sinn machen. Ich hatte mich persönlich extrem auf den Titel gefreut und wollte endlich ein Spiel von Lacryma spielen und sie müssen es so unendlich ruinieren. Nichts macht Sinn und es ist eines der enttäuschendsten Releases, die man sich vorstellen kann. Fuck SakuraGame.

Lassen wir uns aber mal genau einige Beispiele ansehen, warum sie so schlecht ist.

Hier jetzt ein paar Posts und Threads über die Qualität des langerwarteteten Titels.

Wie ihr sehen könnt ist das alles einfach nur schrecklich und wenn ihr euch fragt, was SG auf diese Probleme antwortet dann haltet euch fest, denn es wird euch nicht gefallen. Sie behaupten einfach, dass das Spiel so schwer zu übersetzen wäre, dass sie lieber das Spiel unfertig auf den Markt bringen und dann den Rest der „Übersetzung“ per Patches und Fixes nachliefern. Wenn sie das auch wirklich so machen würden, dann wäre das ja schön, aber man hat schon in der Vergangenheit gesehen, dass dies hier nicht der Fall ist. Selbst wenn der Developer persönlich einen Fix für die Bugs und Schäden des Spiels einreicht, geben sie diesem keine Antwort und updaten das Spiel nicht.

Als Antwort auf die Anschuldigungen und dieses Statement, haben einige Twitternutzer schon ihren Unmut geäußert und SakuraGames Antwort ist genauso flach, wie man es erwarten würde. Immerhin weiß man jetzt wofür „INTL“ stehen soll…

Wie man sieht, sind die Reaktionen auf diese Situation natürlich verständlicherweise sehr wutentbrannt und SakuraGame scheint sich keiner Schuld bewusst, es kommt sogar noch schlimmer. Sie behaupten, dass wir sie nicht aufhalten/verlangsamen könnten mit unserer berechtigten Kritik und damit spucken sie in das Gesicht von jedem einzelnen, der sich um Lokalisierung und Qualität schert. Für diese Frechheit müssen sie aus dem Markt verschwinden.

Botfarmen auf Steam

Phlebuster, der CEO von Fruitbat Factory hat die Situation mit SakuraGame mit Sorge verfolgt und bemerkte ein paar kuriose Dinge bezüglich der Veröffentlichung von Fortissimo:

Er stellte fest, dass es eine Abnormalität am dritten Tag gab, wo plötzlich die Zahl der Spieler für mehrere Stunden von 25 auf etwa 258 stieg (verglichen mit dem Zeitpunkt des Releases ist das ein etwa fünfmal so hoher Anstieg) und dann wieder auf den Normalzustand abfiel.

Steamcharts

Auf die Frage, was er denkt, was diesen Anstieg hervorgerufen haben könnte, entgegnete er, dass seine Firma öfter Angebote von russischen Botfarmen bekommt, die Spiele mit Trading Cards kaufen wollen (was sie gewohnheitsmäßig ignorieren) und stellte die Vermutung auf, dass hier etwas ähnliches vorgefallen sein könnte. Zu den Botfarmen sagte er auch folgendes:

Dies bringt mich zum nächsten Kritikpunkt, nämlich dass diese Firma illegales Glücksspiel betreibt um die Sales des Spiels anzutreiben. Das Konzept ist meist so, dass sie ein neues Spiel veröffentlichen und dann eine Art Contest starten, dass die Leute, die ihr Spiel viel spielen eine  Nintendo Switch, Konsole oder andere Goodies gewinnt. Dies ist extremst gegen die Steam ToS und auch eine illegale Praktik in China selbst, deshalb weiß ich nicht, warum sie trotzdem noch problemlos solche Gewinnspiele machen können. Ich verweise in dem Hinblick wieder auf die schlechte Legalsituation Chinas in der die Richter und Kader das einzigen sind, die etwas zu sagen haben. Ob es aber illegal in HongKong ist, damit habe ich mich noch nicht beschäftigt. Was hier aber vermutet werden kann, ist, dass SG Teil einer organisierten Gruppierung, die auf Steam ihr Unwesen treibt, sein könnten. Das wäre natürlich schockierend und dagegen müsste Steam auf jedenfall vorgehen. Ohne aber jetzt bewertend zu sein, wer Chinafarmer aus diversen MMorpgs und Elobooster aus Mobas kennt, der wird auch hier nicht die größten Probleme haben, dazu Bezüge zu schaffen. (Kurzer Exkurs zu dem Asset-Flipping: Es gibt auf Steam die Möglichkeit sich Assets für die eigene Spielekreation zu kaufen, das bedeutet es ist da richtiges Geld im Spiel und dadurch werden auch oftmals gestohlene/copyrightgeschützte Assets vertrieben.)

Skyfish/Cabbit & weitere zukünftige Spiele:

Vor kurzer Zeit machte uns dann SG große Angst, weil sie großspurig ankündigen mussten, dass sie mit dem Developerstudio „Skyfish“ einen riesigen Fisch an Land gezogen haben *sorrynotsorry*. Dieses Studio und seine Spiele wollten andere Developer schon seit Jahren für sich gewinnen und dementsprechend war die Rage auch da, als SG meinte, sie haben sich dieser Lizenz angenommen. Wie ich aus persönlichen. zuversichtlichen Quellen erfahren habe, hat SG für die Lizenz einen sechsstelligen Betrag geboten, einen Preis, den sie sich nur leisten können weil sie selbst keinerlei Übersetzungskosten haben. Normale Lizenzpreise erstrecken sich z.B am Beispiel von Grisaia für alle drei Spiele der Reihe, um 40000€. Um in Relation nun zu sehen, was Skyfish für ein einziges Spiel bekommen haben soll. Und jetzt muss man bedenken, dass SG dieses Spiel auch für einen lächerlichen Preis verkaufen wird. Absolut ekelhafte Art Geschäfte zu machen.

Das Spiel, was jetzt übrigens kurz davor ist schlecht lokalisiert zu werden ist „Endless Jade Sea – Midori no Umi„, ein Spiel von Developer Cabbit. Damit aber nicht genug, denn wir haben noch durch einen Developer namens „Kepposhi“ erfahren, dass SG auch das Meme-Eroge LAMUNATION in ihre dreckigen Finger bekommen hat. Glücklicherweise scheint der Developer aber schlau genug gewesen zu sein, auf Kundenfeedback zu hören und hat die Lizenz bzw. den E-Mailkontakt mit ihnen zurückgezogen. Da sind wir mal so eben einer schnellen Kugel ausgewichen, denn wer weiß was für Lizenzen sich SG noch im Hintergrund anrafft.

Und hier kommen wir, bzw.  jeder der diesen Post liest ins Spiel:

Wir starten jetzt nicht wirklich eine Kampagne, aber wir sind nicht die Einzigen, die denken, dass SakuraGames ein für alle Mal vom Markt gehört. Wir stehen mit unserer Seite und Discord eng im Kontakt mit Publishern und können auch über diverse Kanäle mit japanischen Developern kommunizieren (Doujin-Creators-Hub, Discord, Befreundete Publisher etc.) Wir werden uns dafür einsetzen, dass dieser dicke Post, der den alten von LewdGamer nochmal aktualisieren und zurück in den Kopf der Leute rufen soll, im Internet kursiert. Wir versuchen mit DL-Site Management in Kontakt zu treten, die Publisher zu warnen und generell SakuraGame den Zugriff auf Lizensen zu verwehren. Darin inbegriffen ist natürlich ein Boykott der Firma, der sich darin auswirken soll keine der Machwerke dieser Publisher für diesen lächerlichen Preis zu kaufen und stattdessen diese Spiele einfach zu umgehen/filtern.

Weiterhin sollten wir uns bemühen Steam kollektiv in Richtung der Entfernung von SakuraGame zu pushen, gerade weil sie jahrelang schon gegen die ToS verstoßen, sowie mehr als NSFW-Material – trotz der Contentsperre – die Steam seinen Kunden und Entwicklern auferlegt hat auf die Plattform bringen. Wenn Steam sich nicht darum scheren sollte, dann kann man nur annehmen, dass diese Firmen profittechnisch unter einer Decke stecken, was dann natürlich wieder die Integrität der Plattform in Frage stellt. Steam muss sich im Klaren sein, dass sie auch sowas wie illegales Glücksspiel und Hehlerei/Betrug mit dem ganzen Achievement/Steamkarten System unterstützen und, dass sie Spiele, die offensichtlich copyrightgeschütztes, geklautes Material beinhalten, immernoch anbieten.

Weiterhin muss man kollektiv darauf hoffen, dass die Developer nicht auf die Locktaktiken von SG eingehen und ihnen mehr an ihrem Projekt liegt, als nur etwas Geld zu verdienen. Es gibt auch andere Shops außer Steam, die eine ordentliche Qualitätskontrolle haben, wie z.B der Shop von JAST, MangaGamer oder sogar Itchio. Bei letzterem werden eher außerordentlich billige OELVNs zum Kauf angeboten, aber diese haben mehr Qualität, als der Umgang mit den Spielen, die SG hier anbietet.

JAST
MangaGamer
KaguraGames
Itchio

Fazit:

SakuraGame ist eine der niederträchtigsten und lächerlichsten Firmen, die leider auf dem Konzept funktionieren, dass Konsumenten sich um nichts scheren außer dem sexuellen Content in den Spielen. Dadurch machen sie Erfolg und verkaufen genug, dass sie sich selbst am Leben erhalten können. Das ist zwar die wirtschaftliche Seite, aber die moralisch und rechtliche Seite ist viel gravierender, denn sie schaffen es obwohl sie jede nur erdenkliche Regelung und Gesetz im Bezug auf den Steamshop brechen, immernoch im Geschäft zu sein. Sie betreiben Glücksspiel, verkaufen Zeug zu Dumpingpreisen, gehen passionslos mit Lizenzen um, um die sich andere Leute reißen würden und zerstören den Markt mit ihrem System. SolPress Xeviax hat einen sehr passenden Meme dazu gepostet, der leider genau ausdrückt, was die wenigen Leute, die sich wirklich um die Industrie und den Werdegang der westlichen VN-Szene scheren, denken.

Hände weg von SakuraGame

Und genau dem dürfen wir uns nicht unterwerfen. Wir müssen stark bleiben und weiter qualitative Projekte und Spiele auf den Markt bringen und SG die Lizenzen entziehen, die sie uns wegnehmen und ruinieren. Davon ist einfach niemand glücklich und im Endeffekt zieht es die gesamte Seele, die bei jedem Mitglied der Industrie, sei es Fan, Übersetzer oder Anfänger herrscht, aus uns heraus. Lasst nicht zu, dass SG weiter unsere Industrie ruiniert und verbündet euch.

#DownWithSakuraGame
Quellen: Diverse Twitteraccounts, Reddit.com/visualnovels, 4chan/jp/, kotaku, Lewdgamer, Steamspy, Steam, Steam Communities, MusicalAntiHero, maruhoi

Post Author: Hata-tan

Hi, ich heiße Hata-tan oder Ramon (22) und bin ein Student der Japanologie an der Uni Frankfurt am Main. Ich spiele Visual Novels seit 2011 und habe bis dato um die ~60 Visual Novels gespielt. Ich bin einer der drei Admins dieser Seite und bringe euch News, Reviews und kümmere mich um die Struktur.' よろしく~