Kurzreview: A Sky Full of Stars

Wegen einer persönlichen Aversion gegen Moenovel (If My Heart Had Wings ist bis zu diesem Tag ein Wrack, das die Fans ausbügeln müssen, weil Moenovel es nicht tut) und weil ich die japanische Version besitze, gibt es dieses Mal ein Review der japanischen Version. Aber keine Sorge, die Übersetzungsqualität der englischen Version ist Lichtjahre besser als die von IMHHWs.

Miagete Goran, Yozora no Hoshi o wurde am 18.12.2015 von Pulltop in Japan veröffentlicht. Ziemlich genau zwei Jahre später, am 15.12.2017, veröffentlichte Moenovel die englische Version unter dem Namen A Sky Full of Stars.

Handlung

Nach dem Tod seiner Eltern wurde Akito von einem Familienteil zum anderen gereicht, bis er bei seinem Großvater landete und nichts mehr von seinen Eltern besaß als ein Teleskop; ein Geschenk von seinem Vater, das er eigentlich nicht wollte, jedoch immer mit sich herum trug. Nach einem erneuten Schulwechsel und mehreren Missverständnissen freundete er sich mit Klassenkameradinnen Hikari und Saya an und das Trio begann gemeinsam die Sterne zu beobachten.

Einige Jahre später ist Akito das einzige verbliebene Mitglied des Astronomieklubs seiner Hochschule und wohnt nach dem Tod seines Großvaters unerlaubt im Astronomieklubraum. In seiner Schule ist er als „Sternenloser Astronom“ eine Kuriosität, da er sich weigert Sterne anzusehen. Doch als er in die Pleiaden-Konferenz, eine Zusammenkunft der regionalen Astronomieklubs, verstrickt wird und seine Vergangenheit ihn auch noch einholt, beginnt er wieder gen Himmel zu schauen.

Charaktere

Akito Sorami

Protagonist. Realistisch und pragmatisch. Er lebt unerlaubt im Astronomieklubraum und hält sich mit Aushilfsjobs im lokalen Supermarkt über Wasser. Wird von Saya regelmäßig mit Mahlzeiten versorgt.

 

Hikari Houkiboshi

Kindheitsfreundin Nr.1. Wildfang. Aktiv und aufgeschlossen findet Hikari sich schnell im Mittelpunkt jeder Gruppe wieder. Zog vor sechs Jahren plötzlich weg und tauchte genauso plötzlich wieder auf.

Saya Amanogawa

Kindheitsfreundin Nr.2. Schüchtern, weil sie als Kind wegen ihrer heterochromen Augen schikaniert wurde. Fürchtet sich erst vor Aktio, freundet sich jedoch mit ihr an, als er das Missverständnis aufklärt und ihr „ihren Stern“ zeigt.

Korona Kusakabe

Die jüngere Schwester von Akitos bestem Kumpel. Weil Koronas Eltern ihren großen Bruder früh aufgaben, steckten sie all ihre Hoffnungen in Korona und erzogen sie mit äußerster Strenge. Sie ist neidisch und frustriert, dass sie deshalb niemals wirklich Teil der Gruppe werden konnte. Sie sieht in Saya eine Art Rivalin.

Orihime Shiratori

Sie versucht die Pleiaden-Konferenz wieder ins Leben zu rufen und bringt alles ins Rollen. Für ihr Alter sehr kindisch und verspielt, weshalb sie oft von den jüngeren Astronomen zurechtgewiesen wird. Ist sehr an Tarot und Astrologie interessiert.

Präsentation

Die Handlung wird immer mal wieder durch längere Rückblenden unterbrochen, was den Anschein erweckt, dass die Handlung zweigeteilt ist. Positiv zu erwähnen ist hier, dass es sich weder um Infodumping noch um Filler-Content handelt und alle Rückblenden ihren Zweck haben. „Show, don’t tell“, eine wichtige Regel der Dramaturgie, die in Visual Novels aufgrund der Art des Mediums leider oft ignoriert wird, findet hier vollen Einsatz. Die Fakten und Trivia, die dem Spieler im Laufe des Spiels präsentiert werden, wirken auch nicht aufgezwungen oder störend.

Grafisch und musikalisch ist Pulltop vielen anderen VN-Entwicklern einige Jahre voraus, so dass sich A Sky Full of Stars auch heute immer noch sehen lassen kann. Die Hintergründe sind detailreich gestaltet und die Musik lädt zum Verweilen ein. Es gibt zahlreiche CGs, die sowohl die Charaktere als auch die Umgebung in Szene setzen.

Winter Diamond (A Sky Full of Stars)

Fazit

Wer auf seichtes, fluffiges Jugenddrama oder auf Sterne steht, der wird mit A Sky Full of Stars seinen Spaß haben. Wenn man mal reinschnuppern will, ob Astronomie etwas für einen wäre, dann kann man es auch genießen. Wer jedoch eine wissenschaftliche Abhandlung über Sternenkartographie oder Astronomie erwartet, dem ist nicht mehr zu helfen…

Autor: Kuma

Ein diabolisches Wesen, das Geschichten verschlingt wie andere Luft zum Atmen. Niemand weiß, Wer oder Was Kuma war, bevor er aus dem Wald ausbrach und sich in die Zivilisation stürzte, aber nun ist er hier und er ist gekommen um zu bleiben. Nichts ist vor ihm sicher. Kein Eroge, keine Visual Novel hält diesen Bären davon ab unaufhörlich weiter und weiter zu lesen. In seiner Sucht sind ihm schon unzählige Spiele zum Opfer gefallen. Und es werden stündlich mehr...