Hata mal getestet „悪魔聖女 – Demongirl Step“ (KoAkuma) – SofthouseChara

Beim Durchforsten verschiedener Fäden auf 4chan im Visual Novel Bereich stieß ich auf einen anonymen User, der den Link zur Trial-Version des mir vorliegenden Spiels (KoAkuma)“悪魔聖女 – Demongirl Step“ postiert hatte. Das Spiel ist als „Adventure mit dem Ziel ein böses Zauberermädchen aufzuziehen“ klassifizierbar. Das erwartete Releasedatum ist der 30.November.2018 in Japan. Da ich mich einigermaßen für Gameplaytitel interessiere, weckte das natürlich mein Interesse nach solchen Titeln wie Evenicle oder dem großen Venus Blood: Frontier, auf das wir jetzt noch ein paar Monate warten dürfen. Die Sache hatte nur einen Haken, denn der User deklarierte, dass das neue Spiel von Softhouse Chara grottenschlecht und ein Rebranding von dem älteren Titel aus dem Jahr 2014 namens „Out Vegetable“ sei das viel weniger zu bieten hätte.

Dieser Dämon lebt schon seit mehreren Jahren. Obwohl man ihn mit einem Bann belegt hatte gelangt er in den Besitz von Kyouka. Sein Ziel ist es sich vollständig zu regenerieren.
Startbildschirm, von hier kann man das Manual verwenden. Speichern und Laden sind in der Demo nicht gestattet.

Synopsis:



Interessiert habe ich mir dann die Trial heruntergeladen und wurde prompt in einen Prolog geworfen in der erstmal mit einer Sex-Szene eröffnet wird. Wir sind der vor langer Zeit gefallene Dämon „Rudi“ (engl. Lutee) und wurden in der heutigen Welt wiedergeboren. Diese Wiedergeburt hat aber zur Folge, dass Rudi aufgrund dessenkeinen physischen Körper mehr hat zu einem ephemeralen Wesen wurde, das sich als fliegender Holzstab mit roten Augen manifestiert. Eines Tages trifft er ein Mädchen namens Kyouka und wie es das Schicksal so will benutzt sie ihn ungewollt zur Masturbation und als er in sie eindringt geht seine Schwarze Magie auf sie über. Somit ward die Dunkle Magierin Dark Cherry geboren (Zufällig ist das derselbe Name, wie die Hexe aus einer Fernsehsendung, die Kyouka und Rudi gerne schauen…). Als man merkt, dass plötzlich komische Wesen und Monster ihre Schule heimsuchen sieht sie sich entschlossen mit Rudi mehr Sex zu haben um ihre Angriffe über Monate hinweg aufzubessern (Gameplayelement) und ihre Gegner zu besiegen. Durch diverse Umstände tauchen dann auch noch andere Magiermädchen auf, die auch ihre eigenen Spitznamen haben: Melodyqueen, Lionel und Aya. Gemeinsam nutzen sie ihre Fähigkeiten um die bösen Monster vernichten zu können!

Meinung:

So bescheuert wie der Plot auch klingt, genauso bescheuert will das Spiel auch sein – es handelt sich dabei um ein sogenanntes „Tongue-in-Cheek„, das ist eine Geschichte, die sich klar nicht ernstnimmt und viele Tropes, die in üblichen Werken des Genres existieren parodiert. Das blöde ist nur, dass dies irgendwie nicht richtig zünden will. In der Trial nehmen wir uns eine Reihe an kurz Stories vor, die alle über einen Monat hinweg ihren Lauf nehmen. Das Ziel jeden Monats ist es den Gegner, der auf einen wartet besiegen zu können. Zunächst sind das nur so kleine Critter, wie ein Schleim, der sich durch bloßes Draufkloppen bezwingen lässt, in weiteren Mission kann es dann mal ein Goblin oder eine andere Magierin sein. Was hier positiv anzumerken ist, dass der Schwierigkeitsgrad sichtlich steigt, da die Gegner schon früh anfangen sich zu heilen und ordentlich Schaden rauszuhauen. Aber um den Gegner schlagen zu können bedarf es Training, in dieser Weise Sextraining und das ausführen von Nebentätigkeiten und Slice of Life Sequenzen in denen man neue Charaktere kennenlernt, die aber für das absolvieren der Trial eher unnötig sind. Man erhält weder Erfahrungspunkte, noch hat man komplizierte Skilltrees oder Fähigkeiten und Taktiken, es ist eher so ein typisches…langweiliges System. Bisher in der Trial hat man „Angriff, Schwerer Angriff und Fokussieren“ als Fähigkeiten und je nach dem welche man wann anklickt, dann steigt der Angriff in seiner Effektivität. Genauso flach wie es klingt, ist es auch leider.

Was ist denn überhaupt gut an diesem Spiel fragt ihr euch bestimmt und ich muss euch enttäuschen, denn der 4chan User zu Anfang hatte einfach recht. Das Spiel sieht weder großartig aus, noch hat es einen umwerfenden Soundtrack oder ähnliche positive Aspekte. Das Spiel hat nur seinen Wert durch die Abundanz an H-Szenen, die man auch in jedem Nukige genau so finden kann. Alleine in der Trial wurden mir schon 8 H-Szenen (Ein Schleimangriff, aber sonst Vanilla oder Gruppensex) an den Kopf geworfen. Das alles aus dem Grund, dass Monster sich von unbefriedigten Mädchen angezogen fühlen und sie angreifen also befriedigt man sie um sie zu schützen… Also so ein flacher Plot, der sich in einem Spiel der eher beliebteren Gameplay-Firmen verbirgt, hab ich noch nicht gesehen. Man sieht aber auch, dass das ist was das Spiel sein will – auf der Website ist in großer Schrift geschrieben, dass KoAkuma eine Gag-Comedy sein soll, aber ich weiß nicht wo man Lachen soll. Immerhin weiß man, wenn man sieht, dass selbst der Developer groß schreibt: „シリアスはあまりありません“ (Wir meinen das nicht ernst!!), dann weiß man, dass man lieber ganz weit von einem solchen Spiel wegbleiben sollte.

Gameplay:

 

Hauptbildschirm
Dunkelblau: Hier kann man seinen Kampf gegen den voraussichtlichen nächsten Gegner testen.
Dunkelgrau: Rundenanzahl der Schlacht, jedes Mal, wenn man auf die Kampfkommandos klickt spielt eine weitere Szene und es geht bis zu 40 Runden pro Kampf.
Hellgrau (links): Die Zahl der übrigen Tage bis zum nächsten Kampf, zeigt wieviele Runden noch in diesem Ingame-Monat gespielt werden sollen. Am Tag des Kampfes ist das Ausüben des Hauptkommando nicht mehr möglich.
Orange: Damit kann man das Kostüm der Heldin wechseln, von Mahou-Shoujo Outfit bis Schwimmsuit, gibt es einige zur Auswahl
Rot: Kampfkommandos. Es ist zu erwarten, dass man insgesamt 5 von diesen hier in dem Bereich unterbringen kann, in der Trial waren bisher nur 3.
Grau (rechts): Speichern oder Laden von Spielständen, Textlog aufrufen oder das Optionsmenü betreten.
Weiß: Das sind die Hauptkommandos mit denen man die Tage fortschreiten lassen kann. Man schaltet im Verlauf des Spiels mehr davon frei. Die Auswahl des Hauptkommandos verändert die Szenen, die den Tag einnehmen.
 Kampfbildschirm:

Grau: Zeitstrahl der einem vorherbestimmt, wie die Gegner angreifen werden. Man kann im Testbildschirm schon üben ob man in der derzeitigen Verfassung den Kampf gewinnen kann.
Orange: Lebensanzeige des Gegners, wenn sie auf 0 fällt, dann gewinnt man den Kampf.
Orange2: Die eigene Lebensanzeige. Wenn sie auf 0 fällt, dann heißt es Game-Over

 

Fazit:

Mein zweiter Titel von Softhouse-Chara den ich anfasse, könnte mich nicht mal in seiner Trial überzeugen. Ein generisches Nukige mit einer noch flacheren Prämisse kann man eigentlich gar nicht schreiben. Ich finde es schrecklich, dass ich heute 2-3 Stunden meiner Zeit mit diesem Spiel verschwendet habe. Es soll zwar ein Spiel sein, was das Genre und generell die ganzen Tropes des Mahoushoujo bzw. Tensei (Reinkarnation) Genres auf den Arm nehmen, aber das einzige was es tut ist es den Spieler auf den Arm zu nehmen, der sich diesen Müll auch noch kaufen soll. Wenn dieses Spiel auf EGS mehr als 40 Punkte bekommt, dann ist alle Hoffnung verloren. Klare Empfehlung ist von selbstironischen SLGs (Simulation Games) wegzubleiben und sich den außerordentlich besseren Gameplaytiteln von Astronauts/SiriusEushully, Alicesoft oder Ninetail/Dualtail zu widmen.

Post Author: Hata-tan

Hi, ich heiße Hata-tan oder Ramon (22) und bin ein Student der Japanologie an der Uni Frankfurt am Main. Ich spiele Visual Novels seit 2011 und habe bis dato um die ~60 Visual Novels gespielt. Ich bin einer der drei Admins dieser Seite und bringe euch News, Reviews und kümmere mich um die Struktur.' よろしく~