Fanübersetzung von Steps to Love (Koibumi) veröffentlicht + Kurzreview

Am 10. Juni 2021 veröffentlichte der Fanübersetzer mortalvyses, den man von seiner Arbeit an Do you like Sadistic Women? kennt, ein neues Projekt. Dabei handelt es sich um die Vollversion von Steps to Love, welches im Original Koibumi heißt und von M-Size, einem Doujin-Circle für Female-Domination thematisierende Ero-Doujinshis und Eroges, veröffentlicht wurde. Erstmalig erschien das Spiel in Japan, am 10. August 2012 sowohl als Download als auch als physisches Produkt.

Wie immer, wird keine vollständig gepatchte Version angeboten und man muss sich das Spiel selbst auf DL Site oder DMM kaufen.

Handlung

Englisches Beispielbild von mortals Blog

Der Spieler schlüpft in die Rolle eines Protagonisten, den man selbst benennen kann. In der Schule herrscht gähnende Langeweile und man verbringt die Zeit damit, mit seinem Kumpel Shuuhei zu reden. Doch dann ändert sich alles, sobald der Lehrer die neue Transferschülerin vorstellt, ein hübsches Mädchen namens Hiratsuka Sachiko.

Sachiko in unserer Erinnerung

Irgendwie dämmert’s uns, denn den Namen haben wir doch schon einmal gehört? Sobald wir mit ihr sprechen, fällt uns auf, dass wir sie in der Tat kennen – sie ist unsere Kindheitsfreundin Sachiko!

Wir, Shuuhei und sie, lernen uns gegenseitig näher kennen. Aber sobald unsere Eltern einen Coupon für einen gemeinsamen Besuch im Onsen stellen, brennen wir darauf, mit Sachiko etwas Zeit alleine verbringen zu können. Leider besteht sie darauf auch Shuuhei mitzunehmen!

Zu viel Alkohol im Blut, tut nicht gut.

Widerwillig begeben wir uns zu dritt auf einen Ausflug, der darin mündet, dass Sachiko uns beiden nach ein paar Gläsern Alkohol zu viel ein paar sinnliche Momente mit ihren Händen und Füßen bereitet.

Dadurch sprießen sowohl in uns als auch in Shuuhei romantische Gefühle für Sachiko und es sieht aus, als hätten wir nun einen Rivalen in der Liebe gewonnen.

Aber Sachiko will mit uns beiden ausgehen, kann das überhaupt gut ausgehen?

Zusatzinformationen

Was wie eine simple Dreiecksbeziehung klingt, ist in Wahrheit ein Femdom-Fetisch-Spiel, speziell für Fußfetischisten. Wenn man den japanischen Spielenamen Koibumi mit seinen Kanji übersetzt, dann kann man daraus drei Interpretationen ableiten. Einmal heißt das japanische Wort 恋文 (Koibumi) soviel wie Liebesbrief. Jedoch ist das Wort 恋踏 mit den Kanji für 恋 „koi“  für Liebe und 踏み „fumi“ für Drauftreten (ohne „Anhängselhiragana“ – auch Okurigana genannt – geschrieben). Diese Homophonie lässt die Interpretation zu, dass es um Fußfetischismus geht. Die dritte Interpretation ist, Koibumi stehe dafür, dass man auf die Liebe trampelt, ergo eine Dreiecksbeziehung eingeht, was mit konservativem Verständnis von wahrer Liebe nichts mehr zu tun hat.

Der Übersetzer mortalvyses ist für Übersetzungen von fünf Titeln seit 2016 bekannt. Darunter ist Do S na Onee-san wa Suki Desu ka?, die längste und aufwendigste. Generell, fokussiert mortalvyses die Arbeit auf 20-30-seitige H-Doujinshi und Eroge mit sadistischen Frauen in zentraler Rolle.

Mortalvyses hat einen Blog und auch einen Patreon, auf dem bezahlte Aufträge angenommen werden. Die Übersetzungspatches sind aber gratis herunterzuladen!

Kurzreview

Das erste Mal, wo wir die Begegnung mit Sachikos wichtigsten Körperteilen machen

Nachdem ich die ersten 1200 Lines von Koibumi auf Japanisch gelesen hatte, wusste ich, dass es ein Femdom-Fußfetischisten-Spiel sein musste, da die Visuals so ausgelegt waren, dass das Bein und die Füße von Sachiko, immer im Zentrum des Bildes waren. Auch die generelle Ästhetik ist darum aufgebaut ihre Füße zu betonen. Wohlgemerkt, dass Fußfetischismus in der Welt der Eroge, mit Ausnahme von eingeschobenen Footjob-Szenen als Variante von Vanilla-Szenen, nicht zentral vorkommt, ist dieses Spiel eine gelungene Abwechslung vom sonstigen Vanilla-Content, den ich so konsumiere.

„Ich hege viel Selbstvertrauen in meine Beine/Füße“

Eine weitere Eigenschaft, die mir auffiel, ist, dass die Sexszenen in diesem Nukige fast schon „meditativ“ geschrieben waren. Das bedeutet im Klartext, dass Sachiko einen dabei führt, wie man atmen und worauf man sich konzentrieren soll, damit man ihren Fuß bzw. ihre Beine, so gut es geht, spüren kann. Das erzeugt eine gewisse Erotik, die man in anderen Eroge eher durch ohrenbetäubendes Gestöhne und Geplätscher erzeugen will.

Ich bezweifle übrigens, dass es in diesem Eroge so etwas wie penetrativen Sex zu sehen gibt, aber ich lasse mich überraschen.

Die Komposition des Bildes ist fantastisch, so mit dem Lichtschein auf ihr und den Zonen während die Jungs im Schatten liegen. Ein böses Omen? Man könnte das fast schon, als Halo-Effekt deuten.

Es gibt auch ein paar wenige Entscheidungen im Spiel zu treffen, die den Verlauf der Handlung sogar verändern. Dies geschieht dadurch, dass man die Möglichkeit bekommt Sachikos Vorschlag einer Dreiecksbeziehung anzunehmen oder abzulehnen. Wenn man annimmt, dann geht die Handlung länger weiter, als wenn man ablehnt. Auch gibt es eine zweite Heldin namens Noe deren Route ich noch nicht gespielt habe.

Sachiko und Noe sind beide synchronisiert. Sachiko wird von Satou Haruka gesprochen und Noe von Nakaya Shiho. Beide Stimmen sind nichts besonderes, aber dennoch beruhigend in der Art wie sie sprechen.

Screenshots

Screenshots + NSFW

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Autor: Hata-tan

Hi, ich heiße Hata-tan oder Ramon (25) und studiere Japanologie und Englisch an der Goethe Universität Frankfurt am Main. Ich lese Visual Novels seit 2011 und habe bis dato um die 180 Visual Novels gespielt. Ich werde euch regelmäßig mit News und Reviews versorgen. Nebenbei arbeite ich als QC für JAST USA und diverse Fanprojekte und mache meinen Teil der VN.Info-Übersetzungsprojekte. よろしく~