Erster Eindruck: Making * Lovers

Heute erfolgt ein Artikel in einem für mich ungewöhnlichen Format. Anstelle eines Reviews (keine Sorge, es kommt noch eins) gibt es heute nur meine ersten Eindrücke.
Die ganzen Daten, die ich sonst am Anfang eines Reviews habe, lasse ich heute also mal weg.

Also ohne längeres Gelaber: Fangen wir an.

Wenn das Spiel nicht grade versucht ernst zu sein, und meistens selbst dann, verliert es sich in Gags, Satire und jeder anderen Art von Humor, die man sich vorstellen kann. Wer andere Spiele von Smee wie FureRaba kennt, weiß was einen erwartet. Die Charaktere sind überspitzt und voller Pointen, aber gleichzeitig denkt man sich, dass man eine oder andere von irgendwoher aus dem echten Leben kennt.

Verständliche Reaktion, wenn man von den eigenen Eltern gesagt kriegt, dass man doch erstmal Abschaum daten sollte, um „Erfahrungspunkte zu grinden“…

Protagonist Kazuma ist ein ausgebrannter Tagelöhner, der seinen letzten Job gekündigt hat, weil er -selbst für japanische Verhältnisse- bis zum Gebrechen ausgebeutet wurde und sich jetzt mit ebenso lukrativen wie seltsamen Jobs über Wasser hält. Er ist ein Großmaul, ein Feigling und ein Weeb mit so hohen Ansprüchen an andere, dass er auf normalen Weg vermutlich niemals eine Freundin finden würde, was ihm auch von allen Seiten unter die Nase gerieben wird.

Gute Idee, sie scheitert nur leider in der Umsetzung

Und genau in so einem Moment fängt Making * Lovers an. In kürzester Zeit werden die Eltern des Jahres (und des Protagonisten) und Heldin Nummer 1, Stiefschwester Ako vorgestellt.

Danach findet man Protagonisten Kazuma von Zuhause für eine Selbsthilfehotline arbeiten und wenig ratsame Ratschläge geben während sein bester Kumpel bei ihm vorbei kommt um sich Essen zu schnorren und ihn zu einem Gruppendate zu überreden. Angeblich hätte er eine Dame gefunden mit der sich Kazuma vermutlich verstehen würde. 

Einziges Problem; Heldin Nummer 2, Karen, und Kazuma kennen sich schon aus Unizeiten und sie ist nicht gut auf ihn zu sprechen, was die ganze Blind Date Idee komplett zersört. Während der nun entarteten Trinkrunde kann man in Heldin Nummer 3, Kellnerin Mashiro, rennen und ihr unter die Arme greifen.

Mashiro im besten CG des Spiels.

Ab hier kommt der Moment, der die meisten VN Spieler vermutlich verwundern wird, aber es ist unmöglich alle Heldinnen in der sehr kurzen Common Route zu Gesicht zu bekommen. Einzig Begegnungen mit Ako und Karen sind unmöglich zu vermeiden. Heldinnen Nummer 4 und 5, Saki und Reina schließen sich beide gegenseitig aus.

Der Hamster? weiß, wovon er spricht

Making * Lover überspringt so ziemlich alle Punkte zwischen Spielbeginn und Beziehung, die man aus normalen VNs gewohnt ist und startet direkt von da, wo normalerweise die zweite Hälfte der Charakterroute wäre. Und mit Erfolg. Man überspringt sämtliche unnötigen Instanzen und kann sich direkt auf Wortgefechte und geflirte zwischen Protagonist und seiner Auserkorenen freuen.

Mein bisheriges Fazit nach einer halben Route: Die Übersetzung leidet ein klein wenig an einer Überamerikanisierung und des zu häufigen Gebrauchs eines bestimmten Wortes mit vier Buchstaben, das mit F anfängt, ist ansonsten aber stimmig. Das Spiel an sich ist reinstes Comedygold gepaart mit fluffiger Romantik. Wenn alles so bleibt, dann habe ich meine persönliche Visual Novel des Jahres gefunden. Und Saki ist best girl.

Autor: Kuma

Ein diabolisches Wesen, das Geschichten verschlingt wie andere Luft zum Atmen. Niemand weiß, Wer oder Was Kuma war, bevor er aus dem Wald ausbrach und sich in die Zivilisation stürzte, aber nun ist er hier und er ist gekommen um zu bleiben. Nichts ist vor ihm sicher. Kein Eroge, keine Visual Novel hält diesen Bären davon ab unaufhörlich weiter und weiter zu lesen. In seiner Sucht sind ihm schon unzählige Spiele zum Opfer gefallen. Und es werden stündlich mehr...