Entwickler-Spotlight: Smee

Eigentlich wollte ich heute eine neue Runde Empfehlungen im gleichen Stil wie letzte Woche posten, aber sei es das Wetter oder mein Hirn, das bei diesen Temperaturen nicht arbeitet, aber irgendwie fiel mir nichts ein.

Nach einer interessanten Diskussion innerhalb der Redaktion, die zu ein paar Ideen für Artikel anderer Autoren geführt hat, kam die Idee auf, dass man auch Entwicklerstudios unter die Lupe nehmen könnte. Gesagt, getan und voller Stolz (oder Größenwahn) präsentieren wir nun eine neue Unterkategorie der Empfehlungen:

 Die Entwickler-Spotlights!

Heute präsentieren wir euch
Smee
,

ein Imprint von Hooksoft. Beide Studios sind bekannte Produzenten für Charage (Kyarakutaa Geemu), VNs und Eroge, die ihren Fokus auf der Interaktion der Charaktere untereinander haben anstatt einer zentralen Handlung.

In letzter Zeit erlangte Smee vor allem dadurch Bekanntschaft, dass deren Titel Fureraba ~Friend to Lover~ von NekoNyan in den Westen gebracht wurde und Making*Lovers bei allen Auszeichnungsverleihungen der Szene groß abgeräumt hat.

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Aber was macht Smee zu so einem großen Geheimtipp, dass es zu einem offenen Geheimnis wurde?
Die Antwort ist genauso einfach und offensichtlich wie genial: Die Charaktere.
Und eine gehörige Portion Wahnsinn.

Die Charaktere sind allesamt Extreme, wirken auf ihre durchgeknallte Art jedoch wie direkt aus dem Leben gegriffen. Denn anstatt eine Sammlung von Moe-Elementen und Niedlichkeits- oder Fetisch-Faktoren zu sein, hat jeder Charakter hat seine ganz eigenen Macken, durch die sie sich definieren, anstatt von ihren Macken definiert zu werden, wie viele andere Charaktere in VNs/Eroge es tun. Sie wirken authentisch und lebendig und man hat Spaß an und mit ihnen.

Spaß an den Charakteren und lebendige Persönlichkeiten sind eine Kombination, die man in letzter Zeit immer seltener sieht, da es einen schmalen Grad zwischen zu realistisch, was viele Spieler nicht wollen und zu unrealistisch, was zu den oben angesprochenen Problemen führen kann, zu treffen gilt.

Zum Schluss schafft Smee es noch alle diese Punkte aus der Sicht einer Person zu verbinden, von der man nicht weiß ob sie geisteskrank ist oder ob man ihnen Respekt zollen sollte: Den Protagonisten.

Die Protagonisten sind meiner Meinung nach das Herzstück von Smees Werken, es sind die Charaktere mit denen wir die meiste Zeit verbringen und deren Gedanken wir besser verfolgen können als unsere eigenen. Sie denken und tun Dinge, die ein jeder von uns vermutlich auch machen (wollen) würde. Es sind Figuren, die genauso wahnsinnig wie nachvollziehbar sind. Personen, denen man auf der Straße begegnen könnte (und die man, wenn dann. für ihr Verhalten hassen würde und nicht dafür, dass sie Protagonisten sind) ohne zu merken, dass man eine fiktive Figur vor sich hat. Die Art von Protagonist, die jeder von uns sein könnte.

Eine gehörige Portion nachvollziehbarer Wahnsinn, der Grad zwischen möchlicherweise real und offensichtlicher Fiktion und Charaktere, die einem mit oder vor allem durch ihre Macken ans Herz wachsen. Smee zeichnet sich durch genialen Humor aus, der jedoch nur durch lebendige Charaktere wirken kann. Wer auf Humor und tiefe romantische Beiziehungen steht(das eine schließt das andere keinesfalls aus), der liegt bei Smee genau richtig.

Post Author: Kuma

Ein diabolisches Wesen, das Geschichten verschlingt wie andere Luft zum Atmen. Niemand weiß, Wer oder Was Kuma war, bevor er aus dem Wald ausbrach und sich in die Zivilisation stürzte, aber nun ist er hier und er ist gekommen um zu bleiben. Nichts ist vor ihm sicher. Kein Eroge, keine Visual Novel hält diesen Bären davon ab unaufhörlich weiter und weiter zu lesen. In seiner Sucht sind ihm schon unzählige Spiele zum Opfer gefallen. Und es werden stündlich mehr...